Neue Schule – neue Rolle – neue Sportart

Laura zeigt, wie ein Neustart Mut erfordert und Entwicklung ermöglicht.

Du repräsentierst mit der jungen Sportart Breakdance eine neue Disziplin hier bei uns an der Schule. Wie bist du auf die Sportart Breakdance aufmerksam geworden, und was hat dich dazu bewogen, sie auszuüben?

Ich war mit 7 Jahren mit meiner Mutter im Zirkus und da habe ich eine Tanzaufführung, ähnlich wie Hip-Hop und Breakdance, gesehen. Ich fand diese Tanzen so cool und faszinierend. Nach dem Zirkus wollte ich das auch unbedingt können. Ich sagte meiner Mutter „Ich will das auch machen.“ Ich durfte zwei Schnupperlektionen besuchen, einmal Hip-Hop und einmal Breakdance. Ich fand Breakdance einfach cooler.

Wie hast du deinen Start an der Schule erlebt? Wann hast du gemerkt, dass Breakdance hier eine besondere Rolle hat?

Der Start war etwas holprig. Ich fühlte mich anders als alle anderen, da ich eine komplett andere Sportart ausübe. Ich war allein als Breakdancerin. Mit der Zeit wurde ich aber sehr gut aufgenommen und akzeptiert. Auch meine Sportart wurde akzeptiert.

Wie fühlt es sich an, eine Sportart zu vertreten, die an der Schule neu ist? In welchen Momenten spürst du Verantwortung, in welchen eher Unsicherheit oder Freiheit?

Unsicherheit war am Anfang ein Thema. Es fiel mir schwer neue Freunde zu finden, da sich alle schon kannten, zum Beispiel aus dem Skiklub oder aus dem Fußballverein. Jetzt aber habe ich mich gefunden. Es ist noch immer speziell. Es gefällt mir aber auch, etwas Neues reinzubringen.

Was hilft dir in solchen Momenten bei dir zu bleiben?

Meine Mutter unterstützt mich sehr in solchen Momenten, aber auch meine Offenheit und meine Bereitschaft, etwas Neues zu machen und zu lernen.

Wenn etwas neu ist, so ist oftmals auch vieles vielleicht unklar. Gibt es etwas, das dir in solchen Situationen Sicherheit gibt?

Die Schule fördert mich sehr, die Lehrpersonen und besonders der Koordinator helfen mir dabei. Der Koordinator organisiert viel im Hintergrund, spricht mit den Trainern, holt Informationen ein und versucht die Trainingsmöglichkeiten optimal zu gestalten. Ich informiere mich aber auch selbst, um herauszufinden, woran zu arbeiten ist und worin ich mich verbessern kann.

Was hast du seit deinem Start über dich gelernt? Welche Stärken zeigen sich in dieser neuen Situation besonders?

Ich habe in der Schule mehr Verantwortung übernommen, aber auch im Training. Auch übernehme ich die Initiative, bin flexibel und offen. Ich habe auch gelernt Ruhe in schwierigen und turbulenten Situationen zu bewahren. Ich lasse mich auch nicht mehr so schnell aus der Ruhe bringen, wenn jemand etwas zu sagen hat, und mache konzentriert und fokussiert weiter.

Was hat sich seit dem ersten Tag bereits verändert?

Ich bin selbstbewusster geworden, in der Schule, aber auch allgemein. Ich lerne für mich einzustehen. Ich bin zwar erst am Anfang, aber ich arbeite daran.

Was wünschst du dir für die Entwicklung von Breakdance bei uns an der Talentschule?

Ich möchte vom ersten bis zum letzten Tag, an denen ich an der Talentschule bin, große Fortschritte machen. Ich möchte sehen, was ich erreicht und gelernt habe. Nach der Zeit an der TSS möchte ich noch weiter trainieren und noch mehr erreichen und mein Wissen vielleicht dem Nachwuchs weitergeben. Ich möchte allen zeigen, dass Breakdance eine interessante, ausdruckstarke und disziplinierte Sportart ist, welche viel Spaß macht, und Freude bereitet.

Was würdest du jemandem sagen, der neu kommt und sich unsicher fühlt?

Glaube an dich, mach immer weiter. Irgendwann kommt dieser Moment, wo du dich gefunden hast und du dich richtig wohl fühlen kannst. Gib niemals auf. Du wirst einiges erreichen, wenn du hart dafür kämpfst. Es wird schwierige Phasen geben, kämpf dich da durch und lass den Kopf nicht hängen.

Danke Laura für deinen Mut und die motivierenden Worte. Wir haben sehr grosse Freude zu sehen, welchen Einsatz du zeigst und mit wieviel Engagement du alles anpackst. Die Fortschritte, welche du dabei erzielst, sind der Lohn für deine tolle Arbeit.